• Aufgefallen

    Bei Kirsten geht es oft drunter & drüber. Rein modisch! Sie kombiniert stilsicher billig mit teurer und Luxus mit Second Hand. Kirsten ist uns aufgefallen!

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  • SAKIDA Interview-Archiv

Gut im Geschäft.

Vier Frauen, vier ausgefallene Geschäftsideen: Sex-Coach, Maltherapie, Design, Ordnung. Ideen, die anderen weiterhelfen. Und von denen sich leben lässt.    

Immer mehr Frauen trauen sich zu, beruflich selbständig zu sein, ein Produkt oder eine Dienstleistung anzubieten und sich damit zu behaupten — so wie diese vier. Sie haben die ersten, schwierigen Jahre überstanden und sich etabliert. SAKIDA ist auf der Hamburger Messe „That’s my business“ auf sie aufmerksam geworden!  

 

Vanessa del Rae — Elegant und sexy auf High Heels

 

 

Ich zeige Frauen, wie sie auf hochhackigen Schuhen elegant laufen und sich sexy bewegen können. Auch die Frau mit 70 kann das noch lernen. Hochhackige Schuhe, also High Heels, gehen ab 12 Zentimeter Absatzhöhe los. Für viele sind schon 6 Zentimeter hoch, weil sie flache Schuhe gewöhnt sind.

Sobald eine Frau aber auf hohen Schuhen steht, hat sie eine andere Ausstrahlung, weil sich die Haltung verändert. Die Frau streckt sich, ihr Gesicht öffnet sich, sie strahlt, sie ist größer und hat einen anderen Überblick. Und das heißt auch: Sie zeigt sich und wird gesehen, weil sie sich sofort anders bewegt. Außerdem läuft eine Frau auf hohen Schuhen anders als auf flachen. Bei flachen laufen wir eher parallel und mit großen Schritten, auf High Heels setzt man einen Fuß vor den anderen bei kleinen Schritten. Das üben wir im Workshop.

Wenn ich weglaufen muss? Dann ziehe ich die Heels einfach aus. Ich zeige den Frauen im Workshop aber auch, was sie für ihre Füße tun müssen, damit Füße und Wirbelsäule und Sprunggelenke nicht leiden. Und: wie die Schuhe beschaffen sein müssen. Ich selbst trage meist 6-8 Zentimeter.

Natürlich sehen Frauen in flachen Schuhen auch weiblich aus. Wenn eine Frau aber Spaß daran hat, Hochhackig zu tragen, dann soll sie es tun. Und wenn die Frauen es für ihre Liebsten tun, weil er es gerne hat, warum nicht?

Ich möchte, dass Frauen sich ihrer Weiblichkeit wieder bewusst werden und sie zeigen. In unserer männergeprägten Welt ist Weiblichkeit oft negativ besetzt, wirkt für manche aufreizend. Dass Frauen ihre Weiblichkeit selbstbewusst leben, das ist mein Anliegen. Ich will ihre Fantasie anregen, sie ermuntern, ihre Wünsche zuzulassen und sie auszuleben. Für mich ist es wunderschön zu sehen, welche Veränderung mit den Frauen einhergehen, die bei mir in die Workshops kommen.

Nach 30 Jahren Krankenschwester wollte ich mich beruflich verändern, weil mein Privatleben durcheinander geraten war. Während der Coachingausbildung hat sich dann herausgestellt, dass Sex mein Thema ist. Durch die Coaching-Ausbildung habe ich selbst viel gelernt, bin selbst durch alles gegangen und es hat mein Leben prächtiger, bunter, leichter gemacht – und das gebe ich jetzt weiter – als Sex-Coach.

Sex sells, ja, ich lebe seit vier Jahren von meiner Geschäftsidee.

 

Svenia Dörr – mit Begeisterung zum passenden Mediendesign

 

 

Ich, die Frau Dörr, mache Logos, Webseiten, Printdesign und alles das, was Firmen für einen starken Auftritt brauchen – und das mit viel Liebe zum Detail. Ich gehe dabei stark auf meine Kunden ein, um mich von ihnen für ihre Produkte begeistern zu lassen. Begeisterung für die Marke, die Dienstleistung, das jeweilige Produkt ist wichtig, auch auf Seiten meiner Kunden, damit die Werbemittel wie das Logo, die Website, die ich dann entwerfe, konzipiere und gestalte, dass diese die Begeisterung auch ausstrahlen und Käufer anlocken. Das ist mein Anliegen — und mein Geschäft!

Manchmal bin ich da auch ein bisschen Coach und helfe durch meine Fragen meinen Kunden auf die Sprünge, sich über ihre eigene Geschäftsidee klar zu werden. Meine Kunden sind alt eingesessene Firmen, die einen frischen Auftritt brauchen, aber auch Gründer kommen zu mir – und das aus allen Branchen. Das gefällt mir. Und es ist großartig, wenn meine Kunden mir vertrauen und ehrlich sagen, wenn ihnen etwas nicht gefällt.

Ich habe Mediengestalterin gelernt, war eine Weile in Australien, habe dort frei für eine kleine Agentur gearbeitet und bin dann nach Hamburg zu einer Kreativagentur gegangen. Und als es Zeit wurde für etwas Neues habe ich „Frau Dörr Mediendesign“ gegründet. Das ist jetzt vier Jahre her. Der Job war nicht in Gefahr, aber es bestand die Gefahr, mich zu langweilen.

Ich bin sehr froh, mich für die Selbständigkeit entschieden zu haben und habe es keinen Tag bereut. Ich habe tolle Kunden. Existenzängste habe ich nicht, aber manchmal denke ich schon, wie geht es jetzt weiter mit meinem Geschäft? Ich nutze solche Unsicherheiten dann, um über mich selbst zu lachen und darin das Positive zu sehen. Bei Auftragsflauten gehe ich eben mal zur Alster oder brüte über neuen Ideen.

Warum Frau Dörr als Marke? Weil ich das bin. Ich wollte keinen Bohei um meinen Firmennamen machen, keinen Fantasienamen. Und dann habe ich mich gefragt, was bin ich? Als was will ich auftreten? Und dann kam es mir in den Kopf: Ich bin die Frau Dörr! 

 

Martina Mey – Effizienz ist ihr Metier 

 

 

Ich bin eine Technikerin, kenne mich mit Computerprogrammen aus und mit Arbeitsabläufen. Daraus habe ich meine Geschäftsidee entwickelt: Ich biete mittelständischen Firmen an, ihre Büroorganisation effektiver zu gestalten. Am liebsten berate ich Firmen mit bis zu 25 Mitarbeitern.

Oft ist es ja so, wenn eine Firma wächst, vollzieht sich das meist etwas chaotisch, weil es überraschend passiert und ein bisschen zu schnell. Jeder legt dann in dem Computersystemen seine Dokumente ab, wie Rechnungen und Bestellungen, so, wie es eben kommt. Und dann wird es irgendwann unübersichtlich. Ich durchforste dann die IT-Systeme und konzipiere eine neue, digitale Ablage – immer in Zusammenarbeit mit den Angestellten der jeweiligen Firma; ich empfehle passende Software, die ich vorher getestet habe und die sich weiterentwickeln lässt, denn Firmen entwickeln sich ja auch weiter. Fehlt einer Software mal ein bestimmtes Tool, füge ich es dazu. Dafür arbeite ich mit Programmierern zusammen. Ich schule die MitarbeiterInnen auch im Umgang mit den neuen Arbeitsabläufen.

Eine Herzensangelegenheit ist mir, die Büroabläufe gemeinnütziger Organisation zu verbessern. Damit verdiene ich zwar nicht viel Geld, aber ich helfe Menschen, die sich für andere einsetzen. Das ist mir wichtig. Kürzlich habe ich das Büro der wellcome gGmbH in Hamburg neu organisiert. Dieses gemeinnützige Unternehmen hilft vor allem jungen Eltern, um nach der Geburt eines Kindes zu einer Familie zusammen zu wachsen. Dort sind wirklich tolle Frauen!

Ich arbeite gern für Frauen! Meinen festen Job als IT-Leiterin in einer größeren Firma habe ich vor einem Jahr gekündigt. Meine Selbständigkeit macht mir richtig Freude, ich bin flexibel und kann das tun, wofür ich brenne. Mein eigenes Geschäft bedeutet für mich Lebensqualität.

  

Britta Kuhlmann –  fordert mit Malen das Unbewusste heraus

 

 

Mit Bildern lässt sich viel bewirken. Malen hat den Vorteil: Es ist nonverbal und geht ins Unbewußte. Wir denken in Bildern, träumen in Bildern. Und hier setze ich mit der Maltherapie an.

Wer zu mir kommt hat ein Anliegen. Das kann alles sein: zuviel Stress, jemand möchte abnehmen, nicht mehr rauchen, über seine Scheidung hinwegkommen oder die Beziehung verbessern, Malen hilft auch gegen Panikattacken, Flugangst oder, um ein Trauma aufzuzarbeiten. Also alles, was wir als gesunder Mensch mit uns herumschleppen und loswerden wollen. Meist hat jeder was davon.

Dieses Anliegen wird in einem Glaubenssatz formuliert. Anschließend suche ich gemeinsam mit den Ratsuchenden eine Metapher dafür, ein Sinnbild, aber kein Symbol. Das kann eine geometrische Form sein, ein Tier, ein Gefäß. Es gibt 25 verschiedene Kategorien, und dann malen sie dieses Sinnbild. Sie malen es aber nicht mit ihrer Führungshand, sondern mit der jeweils anderen, also Linkshänder malen mit rechts und umgekehrt. Warum? Ich will, dass sie nicht soviel Kontrolle haben, die kreative, intuitive Seite soll berührt werden, dann ist die Wirkung größer. Das habe ich mir nicht ausgedacht, das hat man empirisch an einer Universität untersucht, was mehr wirkt.

Durch das Malen lösen sich Blockaden, das Problem kann abgearbeitet oder das jeweilige Ziel angegangen werden. Es ist eine Arbeit mit dem Unbewußten. Und das geht automatisch. Es ist total locker, man braucht nicht viel denken, durch das Malen kommen die Leute mit sich wieder in Kontakt.

Das Bild nehmen meine Kunden aber nicht mit nach Hause. Das Malen ist die Therapie. Sie ist sehr effektiv. Ich arbeite oft in Einzelsitzungen, schon seit 2005. Das heißt, ich bin erfahren mit dieser Therapieform. Und wenn jemand anfängt zu malen, dann habe ich schon eine Ahnung. Ich sehe unheimlich viel. Studiert habe ich Kunsttherapie, dazu Malerei und Grafik, und ich bin Heilpraktikerin. Dazu habe ich mich durch zahlreiche psychotherapeuthische Fortbildungen weiterqualifiziert.

Der Erfolg spricht für sich. Ich lebe von meiner Arbeit, ohne Werbung betreiben zu müssen. Die Maltherapie ist ein reines Empfehlungsgeschäft.

 

von Dani Parthum, 20. Juni 2012
Fotos: Dani Parthum
 

 

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