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Der andere Mädelsabend: Porno-Party

Gucken Sie auch regelmäßig? Nein, ich spreche nicht von der neuesten amerikanischen TV-Serie! Sondern von Sexfilmen.

Jede zehnte deutsche Frau sieht einer Umfrage zufolge mehr als einmal pro Woche einen Erotikstreifen. Die meisten von ihnen online, manche auf DVD oder anderswo. Nur 18 Prozent der weiblichen Schauenden teilen dieses Erlebnis mit ihrem Partner. Das hat das Online-Frauenmagazin “gofeminin.de” herausgefunden. Und was machen die restlichen 82 Prozent der Porno-Konsumentinnen? Die gucken allein oder erfreuen sich an der Darstellung menschlicher Sexualität gemeinsam mit ihren Mädels.

„PP“ sagt die aufgeklärte Frau da nur  

Meine Freundin Sue hat mich letztens zu einer “PP” eingeladen. Genau: einer Porno-Party! “Im kleinen Kreis”, das hieß: Wir waren zu viert. Also mal im Ernst. Ich bin nicht gerade prüde und habe auch schon den einen oder anderen Softporno gesehen – zusammen mit meinem Partner. Aber diese Einladung zu einer Porno-Party sorgte bei mir dann doch für eine temporäre Erregung der etwas anderen Art. 

Flugs drängte sich mir die Frage auf: “Will ich wirklich zugucken, wie es Fremde miteinander treiben, während neben mir auf der Couch drei Geschlechtsgenossinnen einen Mojito schlürfen und sich an dem Prachtstück des männlichen Hauptdarstellers ergötzen?” Unweigerlich musste ich an die Fernsehserie “Sex and the city” denken, die in den 90er Jahren hartnäckige Klischees der Geschlechter-Rollen auf’s Korn nahm. Diese vier jungen Frauen, die im wahrsten Sinne des Wortes alles miteinander teilten: Erfahrung, Männer, Kleidung, et cetera.

Sex and the Ladys

Die meisten Deutschen ließen ihre Freunde lieber einen Blick auf ihre Gehaltsabrechnung werfen, als ihnen einzugestehen, dass sie Pornos gucken. Sexfilmchen anschauen ist zwar kein Tabu mehr, trotzdem haftet ihnen nach wie vor ein verruchter Touch an. Und kaum eine Frau gibt den Konsum dessen zu. 

50shades of grey -- für porno-party?Die Trilogie “Shades of Grey” hat sich in diesem Land mehr als 5,7 Millionen Mal verkauft. Und war in (fast) aller Munde. Der Großteil der Leser: aller Voraussicht nach weiblich! Fragt sich, was ist daran eigentlich so anders? Die Lektüre dessen, was Studentin Anastasia und ihr millionenschwerer BDSM-Partner Christian Grey praktizieren. Respektive auf einem Bildschirm zu verfolgen, wie sich zwei oder mehrere Partner sexuell miteinander vergnügen. Tatsächlich liegt für mich persönlich beides ziemlich nah beieinander.

Kinocharts voll davon

Auch der Roman und dessen Verfilmung “Feuchtgebiete”, letztere derzeit ziemlich weit oben in den deutschen Kinocharts, ist nicht wirklich fern von dem einen oder anderen Softporno, den es im Internet zu bestaunen gibt.

Logischerweise spreche ich hier nicht von Hardcore-Porno. Sexfilme, die Extreme fördern und sinnlose Gewalt verherrlichen, sind für die durchschnittliche Erotikfilm-Konsumentin inakzeptabel. Ich zähle mich dazu.

Schon mal Gesextinged? 

“Sexting” hingegen, das Versenden erotischen Bildmaterials des eigenen Körpers via Mobiltelefon, ist ausgesprochen populär. 46 Prozent der Befragten hat schon mal ein Foto von sich im Evakostüm verschickt, die eine oder andere Dame ein selbst gedrehtes Filmchen versendet. Und dabei hoffentlich das Risiko dieser Handlung bedacht! Was wenn der Adressat mal nicht mehr der Partner ist? … Schon so mancher Ex hat sich mit dem Veröffentlichen nackter Tatsachen für ein verletztes Ego gerächt. Nicht jede Frau findet es reizvoll, im Stile einer Paris Hilton, sprich durch eigenhändig produzierte Nackedei-Clips, Berühmtheit zu erlangen.

Interessant, was andere so treiben

Etwa die Hälfte der befragten Damen nennt Neugierde als Motivation Nummer eins, warum sie einen Porno ansehen. Nach dem Motto: “Interessant, was die da so treiben. Vielleicht kann ich mir ja was abgucken.“ Der Sexfilm als Inspirationsquelle. Gegen die Monotonie im eigenen Bett. Oder Auto. Oder Garten. Wo auch immer.

Meine damalige Studienfreundin Bettina hat irgendwann beschlossen, sie müsste mal einen Dreier ausprobieren. In einem Erotikfilm hatte das, ihrer Ansicht nach, so erregend ausgesehen. Außerdem fand sie es extrem reizvoll in diese “männliche Domäne” einzudringen. Denn auf Sex mit gleich zwei Partnern hatten – meinte zumindest Bettina – prinzipiell nur die Herren der Schöpfung zu stehen.

Immerhin ein Drittel der pro-Porno-Frauen bedient sich dieser exklusiven Sparte des Mediums Film, um sich selbst in Stimmung zu bringen: feucht im Schritt und freudig erregten Gemütes dem Partner an die Wäsche gehen – als Resultat von Erotikfilm-Konsum.

„PP“ … nochmal!

In dem Zusammenhang entsinne ich mich eines Artikels von “Emma”-Herausgeberin Alice Schwarzer. “Diese winselnde Hündin? – Zu der Sorte Mensch soll ich gehören?”, fragte Frau Schwarzer in einem ihrer zahllosen Plädoyers gegen die “Misogynie von Frauen in Erotikfilmen” (Stichwort “PorNO!”-Kampagne). Mit Verlaub, in den Streifen auf Sues Porno-Party erinnerte auch so manches an Hunde. Gewinselt haben dort aber vornehmlich die Kerle. 

Und soll ich Ihnen was verraten: Wir vier Mädels hatten eine solche Gaudi bei dieser Porno-Party, dass wir demnächst wieder zusammenkommen. Zur Porno-Party Teil 2.

von Stephanie Lavoie, 16. September 2013 

 

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